2009 27 Nov
Finally…
Von: Christian Binder um 9:50 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | Trackback | Ein Kommentar
Schon beim ersten Event des Jahres in Cagliari konnte das Team AUT einen Erfolg im Match-Race – leider den bis dato einzigen – verbuchen, aber viel besser noch, auch im letzten Flight, im letzten Match der RC 44 Tour 2009 konnte ein Sieg eingefahren werden (gegen Team Organika, Karol Jablonski, POL). Na wenn das kein Zeichen für 2010 ist… Auf Grund der Strafpunkte konnten wir das Match-Race beim Dubai Gold Cup an Gesamt siebenter Stelle beenden … eine Genugtuung nach all den unzähligen scheinbar frucht- und brotlosen Trainings Sessions und Matches gegen die Scheichs* (*Anm.: früher auch für Top Segler gebräuchlicher Terminus). Morgen beginnt das Feet-Race, besonders auf das DHL freuen wir uns. Die Gesamtwertung 2009 im DHL (Langstrecke) winkt mit einem Platz in der ersten Hälfte als (ergebnisorientiertes) Ziel – das wäre dann schon weit mehr als nur ein Achtungserfolg. Die Windprognose bleibt bis Sonntag unter 10 Konten, nicht gerade unsere Stärke, aber hier in Dubai konnte bisher nur BMW Oracle mit mehr Höhe bei fast gleichem Speed nerven – alle andern haben wir unter Kontrolle. Beim Practice Race haben wir schon einmal – nicht unbemerkt – aufgezeigt (siehe http://rc44.org/en/regattas/news/index.php?idContent=2171). Ein unter dem Pseudonym Kaiser Franz bekannter Fussballtrainer hat einmal gesagt: „Schau mer mal, dann segn ma scho“ in diesem Sinn…
lg alfred pelinka
2009 25 Nov
Gelungene Generalprobe
Von: Christian Binder um 9:50 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | Trackback | Keine Kommentare

Nach schier endlosen Nächten des Hungerns, Abenden voll mit Theorie von
Startvorbereitung, Videoanalysen, Windvorhersagen und stundenlangen
Trimmschlägen mit Mastsetup, Lattenspannungen, Fock- und
Groß-Twisteinstellungen im Zentimeterbereich und - nicht zu vergessen die
Einstellungen der Trimmklappe an der Kielfinne, eingeteilt in halbe Grade,
passend zum jeweiligen Segeltrimm, ging es endlich heute mit dem sog.
Practicerace los. Einer wichtigen Standortbestimmung punkto Speed.
Windvorhersage bis 18 Knoten und Welle, die man aus der Adria nach drei
Tagen durchgehendem Jugo kennt. Zugegeben, bei 30 Grad Luft und 27 Grad
Wassertemperatur spart man sich hier Ölzeug und Gummistiefel.
Nun gilt es, all das geübte der letzten Tage und Woche in die Praxis
umzusetzen. Eine Vorbereitung auf den Start in dieser mit den Besten Seglern
der Welt besetzten Klasse ähn

Als erstes Boot an der Luvtonne, im Ziel Platz drei
elt ein wenig dem Abarbeiten einer Checkliste
wie dies Piloten vor dem Losfliegen machen.
Einsegeln, Linie abfahren, Peilung, Timing, wo wollen wir starten, wo ist
mehr Druck, wo die Wellen günstiger, wie pendelt der Wind und wie schauts
oben an der Luvtonne aus, was machen die Gegner?
Die Kommunikation unter Rennbedingungen aufrecht zu halten ist noch einmal
schwieriger als beim Training. Nicht zu wenig und auf keinen Fall zu viel
Infos.
Ziel der heutigen Veranstaltung soll sein, dass wir unsere Startroutine
verbessern und uns nach Möglichkeit im Speed mit den Gegnern vergleichen.
Nach einem perfekten Start kommen wir schnell in einen guten Rhythmus. Das
gute Gefühl am Ruder bestätigt die Tatsache, dass wir als erstes Boot um die
Luvtonne gehen. Im Surf gleiten wir bis zu 16 Knoten die Wellen hinunter und
runden das Gate ebenfalls als erstes Boot. Das selbe nochmals in Luv. Leider
wird der Winkel am letzten Schlag bei der Annäherung an das Ziel durch einen
10 Grad Winddreher zu spitz, wodurch wir zu viel Druck im Boot haben, sodass
wir 2 bis 3 Knoten Speed verlieren. BMW Oracle und Team Aqua (derzeit
führendes Boot in der Championstour) erwischen die letzte Downwind besser
und queren das Ziel kurz vor uns.
Platz 3 für Team Austria AEZ
Ein toller Auftakt und sehr wichtig für die Motivation bzw eine kleine
Entschädigung für die tolle Arbeit der Crew in den letzten Tagen.
Morgen startet das Matchrace.
Von uns aus darf es ruhig so weitergehen.
Viele Grüße aus Dubai
René Mangold
2009 23 Nov
Dubai
Von: Christian Binder um 13:48 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | Trackback | Keine Kommentare
24 Stunden hämmern und klopfen. Baustellen im Dauerbetrieb, wo entweder die blaue oder die orange Schicht am Arbeiten ist. In zwei drei Jahren werden auch die letzten Platzerln mit zumindest fünfzigstöckigen Hochhäusern verbaut sein. Schon jetzt kommt es einem vor, dass alles leer steht. Ein irrwitziger Wettstreit um das höchste Haus, das größte Einkaufszentrum inklusive Eislaufplatz, Skihalle und anscheinend auch um die meisten Häuser pro Quadratkilometer.
Da Udo Moser für Tommi eingesprungen ist und er 20 kg mehr wiegt, mussten wir die ersten drei Tage ganz schön hungern. Ein Müsli, ein Apfel, am Abend Salat macht pro Mann und Nase minus 4 kg. Heute morgen war die Abwaage, danach belohnte uns Fredl mit einem ausgiebigen Frühstück.
Heute werden wir die neue Genua 2 und einen neuen Gennaker A2 testen. Bei der Fock haben wir nichts verändert, der Gennaker sollte auch auf spitzeren Kursen gut funktionieren.
lg
Christian
2009 5 Okt
Make What
Von: Christian Binder um 9:03 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | Trackback | Keine Kommentare
lautete die Devise für den letzten Tag des Fleetrace in Portoroz. Nicht nur die Platzierung sollte noch verbessert werden, auch die Schwachpunkte der vorangegangenen Tage sollten so weit wie möglich ausgemerzt werden.
Die Bewertungen gut, mittel, schlecht passen ganz gut für die abschließenden drei Wettfahrten am Samstag.
Gut, weil wir einen perfekten Nullstart am Schiff hatten, sofort auf die bevorzugte rechte Seite umlegen konnten, und den 4. Platz an der Luvboje bis Mitte der zweiten Vorwind verteidigten. Leider halsten wir einen Augenblick zu spät in eine linke Windkante und wurden von zwei Booten überholt.
Mittel, weil wir nach einem katastrophalen Start (Roman meinte eine seiner Spezialitäten sei es mit Steuerbord hinter dem Feld zu Starten um als Erster auf die rechte Seite zu gelangen. Anscheinend ist es noch kein Favorit von Rene und mir) die erste Luvboje mit 50m Abstand zum Vorletzten rundeten aber noch Achter wurden.
Schlecht weil wir den besten Start hatten seit wir diese Klasse segeln und trotzdem in dieser Wettfahrt letzter wurden.
Das Resümee des RC 44 Portoroz Cup
Wir haben uns in einigen Bereichen deutlich verbessert was sich in den meist guten Positionen an der erste Luv widerspiegelt.
Auf der Vorwind sollte die Feldtaktik eine wichtige Rolle spielen.
Die neuen Wanten kurz vor der Serie einzubauen war nicht ganz glücklich.
Roman brachte bei seinem ersten Regattaeinsatz sehr gute Inputs. Oft sieht man auf so technischen Booten den Wald vor lauter Bäumen nicht und vergisst auf die Basics. Am Ende gewinnt auch in der RC44 Klasse das Boot das schneller segelt und auf der richtigen Seite ist.
Alle Teams arbeiten sehr professionell und pushen sich gegenseitig zu immer besseren Leistungen. Konnte man am Anfang der Saison mit einer perfekten Leebojenrundung noch ein paar Plätze gut machen gehören perfekte Manöver längst zum Standard.
Unser Boot ist bereits unterwegs nach Dubai wo der letzte Battle für heuer stattfindet.
Liebe Grüße
Christian Binder
2009 3 Okt
Fleetrace
Von: Christian Binder um 23:00 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | Trackback | Keine Kommentare
Wie erwartet merkt man auch im Fleetrace das es sich hier um keine Clubregatta handelt. Beim ersten Fehler, egal wie klein er ist, wird man zumindest von zwei Booten überholt, beim zweiten ist man Letzter.
Unser vorrangiges Ziel bei dieser Serie unsere Starts zu verbessern ist uns zumindest einige Male gelungen. Einmal hatten wir die Nase zu weit vorne und mussten mit Oracle wieder zur Linie zurück.
An der ersten Luvboje sind wir immer zwischen Platz 5 und 7 aber auf der Vorwind und vor allem an der Leeboje verlieren wir ein paar Plätze.
Unser bestes Resultat bis jetzt haben wir wieder auf der Langstrecke erzielt. Bei Bora mit 15-20kn kreuzten wir nach Izola und dann ging es mit Gennaker wieder zurück. Am Anfang lagen wir noch weiter hinten konnten aber unter Land und mit gutem Speed Boot um Boot aufholen. In Izola waren wir an 5. Stelle, aber eine nicht ganz perfekte Halse bei der Bojenrundung ließ Russel genug Platz um enger zu Halsen und uns zu überholen. Die anschließende Vorwind war leider viel zu kurz. 17kn Speed, super Wellen ließen die Augen der Eigner am Steuer leuchten.
Artemis mit Team New Zealand und Torbjorn Tornqvist am Steuer ist auch in dieser Serie eine Klasse für sich.
Heute sind noch 3 Wettfahrten geplant und wir wollen natürlich die Slowenen noch überholen. Sea Dubai hat 12 Punkte Vorsprung und bei ein, zwei sehr guten Platzierungen ist da vielleicht noch was drinnen.
Liebe Grüße
Christian
2009 30 Sep
Matchrace, Tag 1
Von: Christian Binder um 9:52 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | Trackback | Keine Kommentare
Bei der Analyse am Abend haben wir unter anderem festgestellt:
Das Timing zum Start ist gerade bei wenig Wind extrem wichtig.
Die Manöver sind bereits auf einem sehr guten Level, da können wir mit den guten Teams mithalten.
Beim Dial Down (starkes Abfallen an der Kreuz mit Wegerecht, um den Gegner zum Wenden oder durchtauchen zu zwingen) gegen Dean haben wir ein Ringerl kassiert, weil wir laut Schiedsrichter schon mehr als 90° abgefallen waren. Wir haben beschlossen den Dial Down nur mehr anzuwenden, wenn der Gegner auf der Layline ist und nach dem Abfallen nicht mehr zur Boje kommt.
Gegen Ray Davis war das Rennen lange Zeit offen, leider löste er die Überlappung kurz vor der Leeboje und konnte an der Kreuz auf Grund der stark bevorzugten linken Seite den Abstand vergrößern.
Bis 20.00 Uhr habe ich mit Roman aus den bestehenden Großlatten die Besten ausgewählt und an das Match Race Groß angepasst. Der Beginn eines langen Weges.
Bis bald
Christian
2009 28 Sep
Portoroz
Von: Christian Binder um 11:38 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | Trackback | Keine Kommentare
Vor zwei Wochen absolvierten wir hier ein Training mit No Way Back. Bei tollen Segelbedingungen konnten wir unsere Manöver verbessern und im Matchrace die nächsten Schritte nach vor machen. Schön langsam kriegen wir das Boot in den Griff und es macht richtig Spaß damit zu segeln.
Fast jeden Freitag treffen wir uns in Breitenbrunn und trainieren auf den Sprintos Matchrace Starts und picken uns bestimmte Situationen heraus die wir speziell üben. Es ist einfach sehr wichtig kontinuierlich mit Körper und Geist dabei zu bleiben, egal auf welchem Schiff.
Roman (Hagara, Anm. d. Red.) ist die meiste Zeit auch dabei, was für uns den Vorteil hat, dass immer zu 100 Prozent gesegelt wird. Für ihn ist es eine wichtige Vorbereitung auf die kommenden Projekte.

Werner musste leider aus beruflichen Gründen für Portoroz absagen, was uns sehr leid tut, weil er von Anfang an eine wichtige Stütze in unserem Team war. In einen Amateur Team ist die Zeit der begrenzende Faktor, so einfach ist das.
Roman wird für Werner einspringen und ich glaube, dass die fehlende Praxis am Grossegel durch gute Übersicht und viel Routine ausgeglichen wird. Roman wird auf jeden Fall immer gut schlafen und wahrscheinlich die eine oder andere Massage brauchen.
Wie üblich beginnt die Woche mit dem Practice Race, für das leider, wie auch für die nächsten zwei Tage, wenig Wind vorausgesagt wird.
Leicht wird es uns nicht gemacht im Ergebnis weiter nach vor zu kommen. Es sind zwar zwei neue Teams dabei, die geben aber gleich im Vorfeld ordentlich Gas.
Team Kartusa, finanziert von einem Russen, ist seit zwei Monaten vor Ort und hat das Boot optimal präpariert. Alle Teile inklusive Mast, Winschen und sämtlicher Beschläge wurden doppelt angeschafft, um im Falle eines Defektes sofort wechseln zu können.
Als Pro wurde Paul Cayard angeheuert, der anscheinend nach seinem Einsatz am Traunsee Blut geleckt hat.
Die slowenische Mannschaft besteht hauptsächlich aus dem ehemaligen Team Ekipa, das bis Ende 2007 dabei war, verstärkt durch einige Segler aus olympischen Klassen.
Wen es interessiert, der Blog auf www.RC44.com ist immer sehr aktuell.
2009 11 Jul
Malcesine
Von: Christian Binder um 19:01 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | Trackback | Keine Kommentare
Wir sind jetzt seit einer Woche hier und haben bis jetzt noch sehr wenig Gardaseewetter gehabt. Eher wie in den Tropen, Vormittag schön, dann Quellwolken und Nachmittag Gewitter. Trotzdem hatten wir zum Teil guten Wind und vor Allem das Training vor der Regatta hat uns sehr viel gebracht. Einen Tag trainierten wir mit No Way Back hauptsächlich Match Race Starts, den darauf folgenden Nachmittag lud uns Russel für ein paar Runden mit und gegen BMW Oracle ein.
Beim Training merkten wir erste Fortschritte, einfache Züge beherrschen wir schon. Schwierig ist das Timing und die Position zur Startlinie, wo es um Sekunden und Meter geht. Einen oder zwei von zehn Starts zu gewinnen kann man schon als kleinen Teilerfolg werten.
Mittwoch und Donnerstag herrschten teilweise schlechte Windbedingungen und es konnten nur 7 von 12 Flights beendet werden. Nicht so gut für uns weil die schlagbaren Gegner alle am Schluss dran gekommen wären.

Gegen die Chefs haben wir nach wie vor kein Leiberl
Gegen die Chefs haben wir nach wie vor kein Leiberl, die servieren uns eiskalt ab. Gegen Organica lagen wir sogar eine Runde in Führung, im Match mit BMW Oracle mit Larry am Steuer hatten wir Chancen, am Ende blieb es aber doch eine Nullnummer. Nicht weiter überraschend, trotzdem ernüchternd.
Zum ersten Mal dabei ist hier Frank Pong aus Hongkong mit einer gemischten asiatischen und neuseeländischen Crew. Sehr gut für die Klasse und auch für uns weil man sieht wie schwer es ist hier Fuß zu fassen.
Die gestrigen zwei Up and Down Wettfahrten erinnerten mich sehr an die Gassenhatzerln in der Ebenseer Bucht.
Heute 8.30 starteten wir das DHL Rennen bei guten Vento Bedingungen. Vierter ist natürlich ein super Ergebnis für uns. Nachdem wir aber auf der langen Vorwind zwischenzeitlich zweiter waren ist auch ein wenig Ärger dabei.
Liebe Grüße
Christian Binder
AUT 44
2009 3 Jun
Summa Summarum
Von: Christian Binder um 10:00 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | Trackback | Keine Kommentare
An den letzten drei Tagen ist mir ein bisserl die Puste ausgegangen. 7h Frühstück, 8h am Schiff, den ganzen Tag am Wasser, Duschen, Abendessen mit dem Gmundner Bürgermeister, Allianz oder offizieller Social Event. Alles sehr spannend aber auch energieraubend.
2009 28 Mai
0:4
Von: Christian Binder um 8:41 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | Trackback | Keine Kommentare

Schaut aus wie ein Ergebnis der österreichischen Fußballnationalmannschaft. Wie erwartet hängen die Trauben beim Matchrace ähnlich hoch.
Für uns war der gestrige Tag trotzdem positiv. Wir haben uns in der Vorstartphase nicht versteckt und teilweise attackiert. Die Bootsgeschwindigkeit ist sehr gut und die Manöver funktionieren. Paul Cayard ein Ringerl anzuhängen ist ein kleiner Teilerfolg. Es dürfen aber gegen diese Teams keine Fehler passieren, wenn man ein Match gewinnen will.
Heute stehen noch vier Flights auf dem Programm, für uns die Wichtigen, wollen wir in der Gesamtwertung weiter nach vorne.
LG
Christian Binder


