2011 4 Dez
Im Trockenen
Von: Andreas Hanakamp um 14:03 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | Trackback | 3 Kommentare
Also, erstes Schiff der Racing Klasse im Ziel, Klasse gewonnen, superschnelle Trans Atlantik Fahrt für eine 40 Fuss Yacht, wir freuen uns riesig und freuen uns auf die nächsten Regatten. Gestern etwas gefeiert
in der Marigot Bay, live Musik im Doolittles nach einem Abendessen im Rain Forest Hideway.
Die Crew verteilt sich jetzt wieder, ich bleibe noch in Saint Lucia, hebe Vaquita aus dem Wasser, lege den Mast und bereite einige Arbeiten am Rigg vor. Vor allem das Scheuerproblem mit den Topfallen müssen wir unbedingt in den Griff kriegen.
Class40: Leider ist Vaquita noch immer die einzige mit österreichischer Crew gesegelte Class40 Yacht, die Zeichen stehen gut, dass es bald mehr werden. Vaquita ist das beste Beispiel, dass die Kombination einer konkurrenzfähigen, reinrassigen Regattayacht mit Fahrtenqualität funktioniert und einem/r Eigner/in sehr viel Freude bereiten kann. Regatten gewinnen und ausgedehnte Segelurlaube zu verbinden ist für Vaquitas Eigner der besondere Bonus dieser Yacht. Class40 Yachten stellen eindrucksvoll dar, wie sehr sich der Segelsport technisch in den letzten 20 Jahren entwickelt hat. Während die Technik an Bord einer Class40 Yacht einfach geblieben ist, ist der Segelspass enorm gestiegen. Die Großwerften für Fahrtenyachten haben von dieser Entwicklung offensichtlich nicht viel mitbekommen, ich kann segeltechnisch nicht viel Unterschied zwischen einer Serienyacht der 80er Jahre und heute feststellen, alle bleiben noch immer in ihrer Rumpfgeschwindigkeit gefangen und schieben viel uneffizienten Ballast durchs Wasser. Vaquita wird für ihren Eigner von Segelwelt.at betreut und organisiert, wir bieten allen interessierten Eigner/innen, die sich wegen der vermeintlichen technischen, seglerischen, organisatorischen und welchen Hürden auch immer sorgen und daher einen Umstieg auf Class 40 scheuen, das komplette Service von Kauf, Umstieg, Tuning, Betrieb, etc an. Wir arbeiten mit den Werften Kiwi40, Pogo und Ocean Tec zusammen um neue Schiffe zu bauen und haben immer ein Portfolio an gebrauchten Yachten im Angebot.
Im Februar gehts mit dem Class40 Blog weiter, wenn Vaquita zur Carribean 600 Regatta in Antigua aufbricht. Vielen Dank für die Kommentar und das mitfiebern bei der ARC2011.
Gruesse aus Saint Lucia
Andreas
- Pigeon Island, Saint Lucia in Sicht
- Seemann an Bord Vaquita
- Schweizer Seemann Pascal an Bord von Vaquita
- Boote folgen uns bei der Ankunft in Rodney Bay
- Siegreicher Skipper Christof muss nach dem Zieldurchgang ins Wasser
- Matrosen trinken Rum
- Empfang durch das ARC Team
- Seemannsfuesse
2011 1 Dez
Adventsbeginn
Von: Andreas Hanakamp um 8:39 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | Trackback | Keine Kommentare
Haben den Advent muede begonnen, mit Mandeln, Schokokeksen und Regenguessen. In eine andere Wetterzone gesegelt, ueberall riesige Quellwolken mit 60 Grad Winddrehern drinnen. Versuchen auf den richtigen Seiten der Wolken zu landen, wenn sie abregnen und wir sind in Lee, dann kriegen wir 20 bis 25 kn Wind, in Luv Flaute. Nach dem Regen wirds leicht, dann heisst es Gennaker dicht, hoch hinaus um in den regulaeren Wind zu kommen. Innerhalb von ein paar Stunden komplett anderes Segeln, vorher Geschwindigkeitsbolzen, jetzt mit Gefuehl und Hirn taktisch segeln. Wichtig, dass alle die Modusaenderung verstehen.
Heute Nacht die schwarzen Stunden ohne Mond durchgesteuert und bei der Morgendaemmerung schlafen gegangen. Bei prasselndem Regen wache ich auf, schau kurz hinaus, alles in Ordnung. Drehe mich um und aus dem Nichts eine starke Boe mit etwa 30kn Wind. Das Gennakerfall rutscht in der Klemme durch und der Gennaker schwebt in Lee ueber dem Wasser. 20m Fall enfach durchgeschossen. Fall auf die Winsch, Gennaker hochgekurbelt, dichtgenommen und abgerauscht. Der Regen hat die Sicht auf wenige Meter verringert. Da wir nicht sicher waren, wie der Wind sich entwickelt den Gennaker geborgen, gepackt und nach 10 Minuten, als der Spuk wieder vorbei war, neu gesetzt.
Die Feuchtigkeit an Bord geht jedem auf den Nerv, auch die Anstrengungen der letzten Tage sind allen anzumerken. Das Bordleben beschraenkt sich auf Segeln,Schlafen,Segeln,Schlafen,Essen,Segeln, usw.
Naechster Bericht hoffentlich aus St.Lucia
Andreas
PS: Neuen Sport an Bord ausprobiert, Slacklining im Cockpit by Martin (siehe Photo). Arbeiten an einer Highline Version um Dean Potter und Heinz Zack Konkurrenz zu machen, am Berg kanns ja jeder….














